Mit großer Souveränität, kompromisslosem Musikverstand und hinreißenden Interpretationen hat Tianwa Yang sich in kürzester Zeit einen Platz in der Riege der maßgeblichen Geigerinnen erspielt. Ihre tiefgründige Beschäftigung mit der Musik und ihr authentisches, gleichermaßen in sich Ruhendes wie elektrisierendes Spiel, wurde mit zahlreichenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Opus Klassik als "Instrumentalistin des Jahres" 2022 und mit dem "Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik".
Die in Deutschland lebende Geigerin kooperiert als Solistin u.a. mit den Sinfonieorchestern von WDR, MDR und hr, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, London Philharmonic Orchestra, BBC Philharmonic Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, Helsinki Philharmonic Orchestra, den Orchestern in Detroit, Baltimore, Vancouver, dem Sydney Symphony Orchestra und dem Hong Kong Philharmonic Orchestra. Sie trat auf den wichtigen Podien auf wie der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Wigmore Hall London und dem Lincoln Center New York sowie bei renommierten Festivals wie Lucerne Festival, Rheingau Musik Festival, Mozartfest Würzburg, Heidelberger Frühling oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Im Rahmen ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Label Naxos entstanden bereits mehrere preisgekrönte Aufnahmen, u.a. das Gesamtwerk für Violine und Orchester von Wolfgang Rihm, das Violinkonzert und das Doppelkonzert von Johannes Brahms mit dem Deutschen Symphonie-Orchester, die beiden Violinkonzerten von Prokofjew mit dem ORF Radio-Symphonieorchester unter Jun Märkl, die sechs Solosonaten von Eugène Ysaÿe, die Gesamteinspielung der Violinwerke von Pablo Sarasate, das Gesamtwerk für Violine und Klavier von Wolfgang Rihm, eine CD mit beiden Violinkonzerten Mendelssohn Bartholdys sowie Lalos Symphonie espagnole mit dem Barcelona Symphony Orchestra. Zuletzt erschien im Juni 2023 ihr Album mit Pianist Nicholas Rimmer mit Violinsonaten von George Antheil.
Geboren und aufgewachsen in Peking, spielte Tianwa Yang mit 13 Jahren als bisher weltweit jüngste Interpretin die 24 Capricen von Niccolò Paganini auf CD ein. Als 16-jährige kam sie mit einem DAAD-Stipendium nach Deutschland und legte damit den Grundstein für ihre Karriere in Europa.
Tianwa Yang dankt Lin Yaoji, Jörg-Wolfgang Jahn und Anner Bylsma, die ihre künstlerische Entwicklung begleitet und wesentlich geprägt haben. Neben ihrer Konzerttätigkeit hat Tianwa Yang seit 2018 eine Professur an der Hochschule für Musik Würzburg inne, zuvor unterrichtete sie an der Hochschule der Künste Bern.
Foto: Andrej Grilc